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Hochbeete – Gärtnern auf angenehmer Höhe

Text: Christian Rauser

Im Hochbeet lassen sich auf kleinster Fläche knackige Gemüse und frische Kräuter anziehen. Sie sind eine Variante der klassischen Beetanlage oder je nach Befüllung im Schichtaufbau eine Variante des Hügelbeetes. Das Bücken bei der Gartenarbeit entfällt. Es entsteht weniger Unkraut, da die Unkrautsamen nicht ins Hochbeet verfrachtet werden. Das schnellere Wachstum bei einem mehrschichtigen Aufbau durch die entstehende Wärme und den guten Nährstoffhaushalt tut sein Übriges.

Hochbeete sind vor allem im naturnahen Gemüsegarten häufig anzutreffen. Die Mischkultur ist dabei ein wichtiges Thema. Sinnvoll ist, mit einem Viertel der Fläche zu beginnen. Zuerst zum Beispiel fünf Salate, drei Kohlrabi-Pflanzen und eine Reihe Radieschen aussäen. Eine Woche später fünf Salate, zwei Fenchel und drei Pflücksalate. Wieder eine Woche später nach Lust und Laune circa zehn Gemüse nach Ihrer Wahl. Nach einer weiteren Woche wird der letzte Viertel angepflanzt. Nach einigen Tagen beginnt die Ernte im ersten Viertel. Nach dieser Ernte wird die Erde etwas aufgefrischt und wieder bepflanzt. So läuft die Ernte im Hochbeet über Monate und bei jeder Anpflanzung können Sie sich Ihr Lieblingsgemüse neu wählen.

Für die optimale Füllung im Garten wird ein Mäusegitter auf den Boden gelegt. Die Wände kleidet man mit der Noppen-Drainagefolie aus. So bleiben die Wände immer trocken und es rieselt keine Erde aus dem Hochbeet. Jetzt kommt die erste Schicht mit zerkleinerten Ästen vom Winterschnitt und Zweigen, 20–30 cm dick. Diese Schicht ist durchlässig und dient auch als Drainage. Die Hauptschicht besteht aus Kompost und Laub. Hier kippt man unfertigen Kompost hinein (ca. 30–40 cm). Zuoberst schüttet man eine Schicht Sackerde (20–25 cm) auf, eventuell gemischt mit Fertigkompost. Die Verrottung dieser Schichten bringt natürliche Wärme für einen eindeutig besseren Wuchs mit sich. Jedes Jahr muss die zusammengesackte Erde im Hochbeet 1–2 Mal nachgefüllt werden. Eine Neufüllung erfolgt alle vier bis sechs Jahre. Für die Terrasse wählt man leichtere Varianten. Entweder unter der Erdschicht noch mit Glasschotter oder Blähton- (Leca)-Kügelchen auffüllen und mit einer Filtermatte zur Erdschicht abschliessenm dann 20 cm Erde darüber, oder man entscheidet sich für ein Tischbeet – ohne Unterbau und somit viel leichter.

 
 

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