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Gartenreportage: Auf Stippvisite in Wald ZH!

Text: Christian Rauser, Marketingleiter Ernst Meier AG
Fotos: Heidi Sybill van Straaten, Christian Rauser



Immer wieder zieht uns die individuelle Atmosphäre eines Kundengartens in seinen Bann. Wir möchten Sie, liebe Leserinnen und Leser, hin und wieder einen Blick in einen ganz besonderen Kundengarten werfen lassen – und Ihnen auch die Menschen dahinter vorstellen.

Boris van Straaten begrüsst mich auf der imposanten Auffahrt mit einem willkommenen Händedruck. Er hat meinen
neugierigen Blick bemerkt, mit dem ich das eindrucksvolle Gartenensemble sondiere. Das Anwesen war 2003 im Internet ausgeschrieben. Er habe sich sofort in die traditionsreiche, unter Heimatschutz stehende Fabrikantenvilla des Julius Honegger verliebt, erzählt er begeistert. Ein Jahr später zog die dreiköpfige Familie ein. Der Garten mit dem alten Baumbestand und den grossen Rasenflächen war damals recht einfach gestaltet und wenig strukturiert.

Van Straaten zeigt in Richtung einer blühenden Hortensie neben einem verwitterten, steinernen Buddha: «Da drüben war anfangs nur ein Erdhügel. Den haben wir abgetragen und ein Biotop mit Wasserspiel und herrlichen Seerosen angelegt». Der historische Steingarten war völlig überwuchert und musste mühsam freigelegt werden. Die Steintreppe war abgerutscht und musste neu gesetzt werden. Tonnenweise wurden die freigelegten Wege mit Kies aufgeschüttet. Drei Stahlbürsten habe er verschlissen, als er höchstpersönlich und auf Knien die Felsen von Moos und Ablagerungen befreite. Doch es hat sich gelohnt: «Dass der Steingarten jetzt so ein Prunkstück darstellt, ist selten. Oft verkommen diese unter Heimatschutz stehenden Objekte achtlos – manchmal sogar absichtlich», meint van Straaten.

Den wichtigsten Einschnitt gab es 2010, als im Zuge der Clarida-Park-Erschliessung der Schmittenbach-Kanal komplett saniert und umgebaut wurde. Der hintere Teil des Grundstücks in Richtung Bäcker- und Jonastrasse wurde abgetrennt. Die neue Grundstücksgrenze musste in der Folge komplett neu gestaltet werden. Van Straaten wollte dem bisherigen Charakter möglichst nahe kommen. Lastwagenweise wurde alter Boden abgetragen und durch «Meiers Solide» ersetzt. Es wurde neuer Rasen angelegt und junge Bäume, Sträucher und Stauden dazwischen gepflanzt. In den vergangenen vier Jahren entstand mit viel Engagement, Leidenschaft und mit Hilfe der Ernst Meier AG nach und nach ein harmonisches und stimmungsvolles Gesamtbild.

Man sieht van Straaten seine Leidenschaft für den über 3000 m2 grossen Garten förmlich an. Und er ist stolz auf das, was er da geschaffen hat. Je nach Saison hegt und pflegt er seinen Garten ein bis vier Stunden pro Tag. Einer bestimmten Philosophie folgt er dabei nicht. «Ich mache alles nach meinem persönlichen Empfinden», erklärt er. Er sei in grossen Gärten aufgewachsen, daher seine Liebe zum Grün. Ein gutes Händchen habe er und als gelernter Bildhauer auch ein gutes Auge. «Und wenn ich nicht weiss, wie ich etwas umsetzen soll, rufe ich Herrn Zürcher an (unseren Leiter Gartenbau, Anm. d. Red.)». Die persönliche und enge Beziehung zu seiner Meier-Equipe schätze er ausserordentlich: «Mittlerweile sind wir ein eingespieltes Team». Da müsse man oft gar nicht viel sagen.

Der Erfolg ist offensichtlich. Überall findet das Auge seinen Reiz, einen Ruhepunkt. Alles passt zusammen, alles ist geschmackvoll arrangiert. Wir geniessen noch eine Tasse Kaffee vor dem Haus, neben dem englischen Gartenteil. Blühende Hortensien zieren das Gebäude und prächtige Zierahorne. Ich frage van Straaten nach seinem Lieblingsplatz. Er antwortet ganz spontan: «Überall im Garten finde ich ganz unterschiedliche Plätze zum Geniessen, je nach Stimmung. Das macht ihn zu meinem ganz persönlichen Refugium».

Auf dem Weg zum Auto bewundere ich noch die mächtige und perfekt geschnittene Thujahecke – «Akkuratesse à la Meier». Ein Blick zurück, dann verabschiede ich mich. Für mich war dieser Besuch ein echter Gartengenuss. Ich freue mich schon auf weitere Stippvisiten.

Boris van Straaten
Historischer Steingarten
Gartensitzplatz
Fabrikantenvilla in Wald ZH
 

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