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Nelken - Neuauflage einer alten Bekannten

Text: Erwin Meier-Albrecht



Nelken sind wieder voll im Trend. Die hübschen duftenden Blumen aus dem letzten Jahrhundert erleben gerade eine Renaissance. Um sich mit leuchtenden Blüten schick in Schale zu werfen, wollen Nelken eigentlich nur eins: Sonne! Dann entpuppen sie sich als Multitalente mit ungeahnten Einsatzmöglichkeiten.

Leuchtende Blüten sind ihr Markenzeichen, Vielseitigkeit ihr zweiter Name. Die alten Griechen weihten Nelken ihrem höchsten Gott Zeus und nannten sie «Dios anthos», göttliche Blumen. Daraus wurde der noch heute gültige botanische Name Dianthus.

Polster-Nelke 'Kahori'
Die Kahori-Nelke, auch Feder-Nelke genannt, ist eine Züchtung, die einen wundervollen Duft verströmt. Die Gartenpflanze ist ideal für Bauern- oder Steingärten, jedoch auch im Topf sehr schön. Sie wächst polsterförmig und zeigt zwischen April und September leuchtende, rosafarbene Blüten. Sie bevorzugt einen sonnigen, warmen Standort mit kalkhaltigen, durchlässi¬en und trockenen Böden. Beim Pflanzen Langzeitdünger in die Erde einbringen.

Die Klassiker
Die bekannteste Nelke ist Dianthus caryophyllus, die Garten-Nelke. Diese ist eigentlich mehrjährig. Kälte können die Nelken gut wegstecken, aber der nasskalte Boden macht ihnen im Winter zu schaffen. Die Perfume Serie, hat mit ca. 20 – 30 cm Höhe einen mittleren Wuchs und trumpft mit vielen Blütenknospen auf. Bei den Dianthus caryophyllus sind über 20 weitere Sorten in allen möglichen Farb- und Wuchsvarianten bereits ab April verfügbar. Unsere eigene Gärtnerei in Tann kultiviert sogar noch die altbekannten Bündner Hängenelken in vier verschiedenen Farben, welche mit ihrem hängenden Wuchs den ganzen Sommer blühen.

China-Nelken
Dianthus chinensis wirken zerbrechlich wie Porzellan, doch in Wahrheit sind sie echte Tausendsassas, die im Garten oder in der Vase sogar für ländlichen Charme sorgen. Holen Sie sich den nostalgischen Charme in den eigenen Garten – sie verleihen den Beeten eine traumhafte Leichtigkeit. Verfügbar sind die China-Nelken jedoch erst Ende des Monats.

Winterharte Nelken
Wirklich winterharte Stauden sind die niedrigen Nelken wie Feder-Nelken (Dianthus plumarius) und Pfingst-Nelken (Dianthus gratianopolitanus). Diese bilden im Laufe der Jahre dichte Polster. Aber nur, wenn der Boden locker und durchlässig ist, denn auf Staunässe reagieren sie empfindlich. Ideal sind Steingärten, Lehmboden sollten Sie unbedingt mit Sand oder Splitt verbessern.

Nelken mit betörendem Duft
Schon die Dichter der Antike lobten den süssen Nelkenduft so überschwänglich wie die Schönheit der Rosen. Über Italien kamen die ersten Züchtungen nach England. Dort waren Feder-Nelken schon zu Shakespeares Zeiten bekannt und beliebt. Aufgrund der vorherrschenden Blütenfarbe werden sie dort kurz «Pinks» genannt. Noch heute findet man in den Cottagegärten eine Vielzahl reizvoller Sorten. Sie säumen Beetränder, blühen unter Rosenhochstämmen oder im Steingarten.

Garten-Nelke 'Devon Cottage'
Die Garten-Nelke 'Devon Cottage' stammt aus der Mittelmeerregion und bezaubert vor allem durch ihren intensiven, aromatischen Duft. Von April bis August zeigt sie ihre prächtigen Blüten und ist absolut winterhart. Beim Giessen der Pflanze muss Staunässe unbedingt vermieden werden. Die Nelke ist nicht nur für Beete und Rabatten geeignet, sondern macht sich auch gut in Töpfen und Kübeln auf der Terrasse und dem Balkon.

Bartnelken
Bartnelken sind zweijährig: Im ersten Jahr bilden sie Blätter, im zweiten blühen sie. Blühende Pflanzen im Topf sind ab Juni, Jungpflanzen für das kommende Jahr ab September erhältlich. Viele Nelken sehen so aus, als hätten sich barocke Maler an ihnen ausgetobt, so leuchtend und formenreich sind die Blüten.

Dianthus 'Fountain'
Garten-Nelke 'Devon Cottage'
 

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