Meiers Fragekasten

Frage zum Thema:
"orange Pusteln auf Himbeerblättern"

Auf beiliegenden Foto können Sie die kranken Himbeerblätter erkennen. Da ich zur Zeit die alten Ruten schneide und die "jungen" Ruten auch bereits infiziert sind (nur die unteren Blätter), weiss ich nicht, wie ich vorgehen soll. Gibt es eine schonende Behandlung. Ausser Beerendünger im Frühling, habe ich sie noch nie behandelt.

Die Antwort von Meiers Gartenteam

Ihre Himbeerblätter sind von Himbeerrost befallen. Dies ist eine ungefährliche Pilzerkrankung welche eher als ästhetisches Problem einzustufen ist. Der Himbeerrost ist jedoch als klassischer Schwächeparasit immer auch ein sicheres Anzeichen, dass die Himbeerpflanzen eher geschwächt sind. Selbstverständlich werden auch der vergangene, anspruchsvolle Winter und die unsteten Witterungsbedingungen im Frühjahr zur Schwächung beigetragen und den Befall begünstigt haben. Tatsache ist, dass die Himbeere eine anspruchsvolle Pflanze ist, die nur auf leichten bis mittelschweren Böden mit eher tiefem pH-Wert gut gedeiht. Alle Bodenverbesserungsmassnahmen mit Torfersatz und die Stärkung mit Beerendünger tragen zur Kräftigung der Pflanze und zur Befallsreduktion bei. Mit dem Mittel «Fenicur» kann ab Blattaustrieb gegen Pilzbefall vorgebeugt werden. Die Entfernung der befallenen Blätter erinnert an den Griechen Sisyphos. Sie muss aber sein, da die Sporen auf Blattresten am Boden überwintern.

 

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