Meiers Fragekasten

Frage zum Thema:
"Raupen an Geranien"

Mein grosser Geranienstock, welcher sich in einem Topf auf dem Sitzplatz befindet, serbelt und leidet unter Raupenfrass. Vor allem junge Knospen sind davon befallen, weisen Löcher auf und sind richtig ausgehöhlt worden. Seit einigen Tagen untersuche ich die Blüten und Knospen und entfernte und tötete bis jetzt mindestens 30 Raupen (bei Tageslicht).

Heute Morgen fand ich nur eine einzige, etwas grössere, von welcher ich Ihnen eine Foto beilege. Die meisten Raupen waren grün, aber es gab auch braune. Es kann sein, dass ich die Anzahl der Raupen mit meinem Einsammeln bereits dezimiert habe, oder aber sie sind nachtaktiv und ich sehe die meisten deshalb nicht.

Übrigens sah ich vor kurzem in der gleichen Pflanze auch einige zusammengerollte gelbe Blätter, worin sich jeweils ein Ohrwurm befanden. Können Ohrwürmer ein Grund sein für das Absterben von Geranienblätter?

Die Antwort von Meiers Gartenteam

Der Befallsdruck durch Raupen ist je nach Witterungsbedingungen unterschiedlich stark. Besonders nach Wintermonaten mit lange ununterbrochener Schneedecke überwintern die Insekten vom Schnee gut isoliert ideal. Als Resultat ist in den darauffolgenden Sommermonaten mit auffallend vielen Schmetterlingen resp. Raupen zu rechnen. Deren Vielfalt ist eindrücklich und so sind meist Raupen von sehr unterschiedlichen Faltern an Pflanzen zu beobachten. Darunter gibt es nachtaktive (jene von diversen Nachtfaltern) und tagaktive.

Meist ist es ausreichend die Raupen von Hand abzulesen. Idealerweise erfolgt das Ablesen bei einbrechender Dämmerung, so dass auch die nachtaktiven Raupen gefunden werden. Bei grösserem Befallsdruck kann auch das biologische Pflanzenschutzmittel ‚Delfin’ zum Einsatz kommen, welches anderen Insekten wie den von Ihnen erwähnten Taubenschwänzchen nichts anhaben kann. Dessen Wirkstoff wirkt ausschliesslich gegen fressende Raupen und kann daher auch an Nutzpflanzen eingesetzt werden.

Ähnliches gilt auch für Ohrwürmer: Je nach Witterungsbedingungen im Winter sind im Folgejahr mehr oder Weniger Ohrwürmer zu beobachten. Unser Gemeiner Ohrwurm ist ein Allesfresser und gilt meist eher als Nützling; er frisst zum Beispiel Blattläuse oder Schmetterlingsraupen. Er kann aber auch ein Schädling sein, wenn er weiche Pflanzenteile anfrisst, wie zum Beispiel die Blüten. Bei den Ohrwürmern raten wir von einer Bekämpfung ab.

Hat Ihnen diese Antwort geholfen?

Geben Sie eine Bewertung ab:

Aktuelle News