Meiers Fragekasten

Frage zum Thema:
"Welche Blattschäden hat mein Birnbaum?"

Unser Birnbaum zeigt Schäden an beiden Seiten der Blätter. Was kann das sein und wie empfehlen Sie, diese Krankheit zu behandeln?

Die Antwort von Meiers Gartenteam

Das dokumentierte Schadbild wird von den Birnenpockenmilben verursacht. Diese Schädlinge mögen es heiss und trocken. Daher ist der Befallsdruck im Folgejahr nach trockenen, heissen Sommern akzentuiert.

Die verantwortlichen, wurmförmigen Tiere besitzen wie alle Gallmilben nur zwei Beinpaare und sind mikroskopisch klein (0,2 mm), somit nur bei höherer Vergrösserung sicher zu erkennen. Sie überwintern gesellig hinter Knospenschuppen und erscheinen dann ab dem Austrieb und besiedeln von dort insbesondere die Blätter (aber auch Früchte und Stiele können befallen werden). Durch die Saugtätigkeit der Tiere kommt es zur Pockenbildung, die anfangs noch grün gefärbt sind, später dann deutlich rot sind. Im Innern der Pocken befinden sich die Milben - über ein kleines Loch auf der Blattunterseite können sie ihr erstes "Lager" verlassen und weitere Stellen aufsuchen. Verlassene Pocken dunkeln später nach und verfärben sich dann auch schwarz. Über die Vegetation hinweg werden mehrere Generationen durchlaufen.

Etwa ab dem Spätsommer verlassen die Milben die befallenen Stellen und wandern in die neuen Knospen ein, in denen sie wie eingangs geschildert überwintern. Das ist auch der beste Moment für die Bekämpfung. Idealerweise werden die betroffenen Bäume im September mit dem biologischen Pflanzenschutzmittel 'MycoSan-S' behandelt.

Im Frühjahr resp. Frühsommer ist es ratsam, die am ärgsten befallenen Blätter rechtzeitig, also vor der Abwanderung der Tiere, zu entfernen (= Senkung des Infektionspotenzials für das nächste Jahr). Danach kann eine Behandlung mit 'MycoSan-S' helfen, dass die frischen Blätter weniger befallen werden.

 

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