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Hochbeet Saison ist eröffnet

31.03.2021

Gärtnern auf angenehmer Höhe

Hochbeete haben viele Vorteile. Auf angenehmer Höhe lässt es sich rückenschonend gärtnern. Die Pflanzen wachsen dank vieler Nährstoffe und zusätzlicher Bodenwärme optimal. Wir zeigen Ihnen, welche Kriterien ausschlaggebend für Ihr neues Hochbeet sind.

 
 

Die Vorteile eines Hochbeets

Mühsames Bücken bleibt Ihnen erspart, Sie sorgen selbst für den perfekten Gartenboden und Sie können Ihre Kulturen viel enger setzen. Ein Hochbeet mit hochwachsenden Pflanzen wirkt ebenso als Sichtschutz wie auch als schattenspendes Element. Die Vegetationsperiode kann durch eine Kompostfüllung verlängert werden. Sie könnten dann bereits im frühen Frühjahr mit der Aussaat beginnen. Die entstehende Wärme beim Verrottungsprozess lässt die Samen früher keimen. Hochbeete sind in den verschiedensten Grössen und Materialien erhältlich und sie lassen sich nicht nur klassisch für Gemüse oder Kräuter nutzen, auch Zierpflanzen fühlen sich im Hochbeet wohl.

So wird ein Hochbeet gefüllt

Auf den Boden wird das Mäusegitter gelegt. Die Wände kleidet man mit Noppenfolie aus. So bleiben die Wände meist trocken und es rieselt keine Erde aus dem Hochbeet. Jetzt kann das Hochbeet entweder «strukturstabil» oder mit einer «Wärmepackung», von unten angefangen, aufgefüllt werden. Füllung «Strukturstabil»: Wünschen Sie möglichst wenig Materialsenkung, dann füllen Sie den unteren Teil des Hochbeets mit Schaumglasschotter, Blähton oder Geröll auf. Dann kommt ein Trenn- und Drainagevlies darauf und zum Schluss wird das Hochbeet aufgefüllt mit einer Erdmischung aus Kompost, guter, durchlässiger Erde und Mineralsubstrat.

Füllung mit «Wärmepackung»: Als unterste Schicht legen Sie zerkleinerte Äste und Zweige vom Winterschnitt hin. Diese Schicht ist durchlässig und dient auch als natürliche Drainage. Die Hauptschicht wird aus Laub, Holzschnitzel und Rohkompost gebildet. Diese wird sanft angedrückt, als oberste Schicht nimmt man Sackerde, vermischt mit fertigem Kompost. Da sich wegen des Verrottungsprozesses die Erde oben absenkt, wird diese 1–2 mal pro Jahr aufgefüllt. Eine komplette Neubefüllung sollte man nach 4–6 Jahren ins Auge fassen.

Wie bepflanze ich mein Hochbeet?

Wo ist der beste Standort? Wie bepflanze ich mein Hochbeet? Lenny von Züriost bekommt Antworten von unserer Expertin, Elsa Ferstl, Agrarbiologin.

Der Standort

Wesentlich für die Wahl des Standorts ist die Himmelsrichtung. Die optimale Ausrichtung des Hochbeetes ist Richtung Nord-Süd. So bieten Sie für alle Kulturen optimale Lichtverhältnisse.

Die sonnen- und schattenliebenden hochwachsenden Pflanzen (Liebstöckel, Estragon oder Rosmarin) setzt man am besten Richtung Norden und in die Mitte des Beetes. So nehmen diese den anderen Pflanzen kein Licht weg. Kleine Pflanzen Richtung Süden und jeweils am Beetrand setzen.

Besonders Kräuter (z. B. Petersilie, Kresse oder Schnittlauch) und rankende Pflanzen immer am Rand des Hochbeetes pflanzen. Die Höhe des Hochbeetes bestimmt ebenso massgeblich, welche Kulturen gesetzt werden.

Generell sind tiefwurzelnde Kulturen eher ungeeignet sowie Kulturen, mit grossen Blattflächen und solche die Ausläufer bilden. Pfefferminze etwa neigt dazu, sich gerne breit zu machen im Beet. Der Trick ist, den Boden von einem Plastiktopf wegzuschneiden und so einzusetzen. Die Wirkung ist gleich einer Rhizomsperre. Blatt-, Kohl-, und Zwiebel- und Wurzelgemüse (Feldsalat, Kohlrabi, Knoblauch oder Radieschen) sind besonders gut für's Hochbeet geeignet. Sie wurzeln alle flach und nehmen nicht viel Platz ein. Somit kann davon eine grössere Menge auf kleinen Raum gesetzt werden. Setzen Sie blühende Pflanzen so, dass Sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten blühen. Den Pflanzen nehmen Sie so den Konkurrenzdruck um Wasser und eine mehrmalige Ernte in der Saison von Gemüse ist gesichert.

Sinnvoll ist bei der Hochbeet Bepflanzung mit einem Viertel der Fläche zu beginnen. Zuerst zum Beispiel fünf Salate, drei Kohlrabi-Pflanzen und eine Reihe Radieschen aussäen. Eine Woche später fünf Salate, zwei Fenchel und drei Pflücksalate. Wieder eine Woche später nach Lust und Laune circa zehn Gemüse nach Ihrer Wahl. Nach einer weiteren Woche wird das letzte Viertel angepflanzt. Nach einigen Tagen beginnt die Ernte im ersten Viertel. Nach dieser Ernte wird die Erde etwas aufgefrischt und wieder bepflanzt. So läuft die Ernte im Hochbeet über Monate und bei jeder Anpflanzung können Sie sich Ihr Lieblingsgemüse neu wählen.

Konkrete Beispiele:

Richtung Süden:

Mediterrane Pflanzen, Salbei, Thymian, Lavendel, Rosmarin, Oregano

Richtung Ost und West:

Vor allem heimische Kräuter, z.B. Petersilie, Zitronenmelisse, Dill

Richtung Norden:

Bärlauch, Brunnenkresse, Knoblauchrauke, Eisenhut, Glockenblumen, Fleissige Lieschen, Fuchsie

Die Fruchtfolge bei Gemüse

Damit der Boden nicht ermüdet, ist ein Anbau nach der Fruchtfolge ratsam. Das bedeutet: im 1. Jahr werden die Starkzehrer gesetzt, im 2. die Mittelzehrer und im 3. Jahr die Schwachzehrer.

Ein Beispiel für die Fruchtfolge bei Gemüse: Im 1. Jahr: Zwiebeln, Lauch, Aubergine und Sellerie (Starkzehrer). Im 2. und 3. Jahr: Paprika, Radieschen, Spinat oder Randen (Mittelzehrer). Ab den 3. Jahr: Bohnen, Erbsen und Feldsalat (Schwachzehrer).

Ein Beispiel für die Fruchtfolge bei Zierpflanzen: Im 1. Jahr: Chrysanthemen, Sonnenblumen, Geranien und Tulpen (Starkzehrer). Im 2. und 3. Jahr: Löwenmäulchen, Dahlien und Gloxinien (Mittelzehrer). Im 4. und s. Jahr: Azaleen, Begonien, Petunien, Primeln und Stiefmütterchen (Schwachzehrer).

Gemüse ernten vom eignen Garten: Was gibt es schöneres?
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Was tun, wenn alles abgeerntet ist?

Was tun, wenn alles abgeerntet ist? Nachdem alles abgeerntet ist, sollte der Boden nie brach liegen. Jeweils im Spätsommer und Herbst empfehlen wir eine Gründüngung, damit der Boden ausreichend mit Stickstoff versorgt wird, vor Bodenerosion geschützt ist und nicht austrocknet. Das können z.B. Phacelia oder Gelbsenf sein. Natürlich können Sie die freien Plätze im Hochbeet nutzen, um Wintergemüse anzubauen, wie Nüsslisalat, Spinat, Zuckerhut, Federkohl oder Rosenkohl. Hat den Vorteil, dass sie ab und zu davon naschen können und gleichzeitig eine geschlossene Vegetationsdecke haben.

Die Bewässerung und Düngung

Ein Hochbeet muss deutlich mehr gegossen werden als ein Gartenbeet. Im Hochsommer bedeutet das tägliches Giessen. Setzen Sie Pflanzen mit ähnlichem Wasserbedarf zusammen. Je nach Kultur kann im Frühjahr gedüngt werden und im Sommer nochmals nachgedüngt. Bei Mittel- und Starkzehreren ist eine Düngung vor und während der Vegetationsphase unbedingt nötig.

In Hochbeeten wachsen Pflanzen dank vieler Nährstoffe und Bodenwärme optimal.
In Hochbeeten wachsen Pflanzen dank vieler Nährstoffe und Bodenwärme optimal.
 
 

Unsere aktuellen Hochbeet Modelle

Unsere Hochbeet-Ausstellung ist jetzt eröffnet:
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