Meiers Fragekasten

Frage zum Thema:
"Clematis mit Schleim und Schaum"

Unsere Clematis ist von einem weiss-gelben, tropfenden Pilz (?) befallen. Der Rückschnitt hat nichts gebracht. Gibt es ein Mittel oder muss ich sie entsorgen?

Die Antwort von Meiers Gartenteam

Die Dokumentation zeigt eingetrockneten Schleim, welcher aufgrund einer Schnittstelle resp. Verletzung auftritt. Es handelt sich um Pflanzensäfte, welche aufgrund von feinen Rissen am Holz oder Schnittstellen austreten. Im Falle von Verletzungen der Rinde können „Säfte“ (Gemisch aus Nährstoffen, Salzen, Wasser, etc.) aus den beschädigten Gefässen austreten. Zusammen mit Pilzsporen aus der Luft entsteht dann der Schleim an der Schadensstelle, welcher bald eintrocknet. Sofern dieser nur die Folge einer (oder mehreren) recht kleinen Verletzung(en) ist, ist dieses Phänomen meist unproblematisch. Im Regelfall überwallt der Baum die betroffene Stelle und schottet sie so vom restlichen, unverletzten Teil ab.

Auch ohne offensichtliche Schnittstellen kann Schleim austreten. Ursache sind feine Haarrisse in der Rinde, welche meist durch unregelmässige Wachstumsbedingungen (abrupte Temperaturwechsel, etc.) ausgelösst werden. Diese führen zu unregelmässiger Zellteilung und entsprechenden Haarrissen. Selbstverständlich kommen auch mechanische Verletzungen oder Frostrisse aufgrund abrupter Sonneneinstrahlung auf das gefrorene Holz in Frage.

Auch an scheinbar unverletzten Stämmen kann es zu Schleimfluss kommen. In dieser manchmal schäumenden, gärenden Masse befinden sich manchmal Pilzsporen und auch Bakterien. Je nachdem welcher Pilz, welches Bakterium oder welche Kombination aus verschiedenen Erregern letzten Endes die Ursache für den Schleim und manchmal Schaum ist, kann dieser unterschiedliche Farben annehmen.

Gegenmassnahmen sind keine nötig.

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Dezember 2018

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