Meiers Fragekasten

Frage zum Thema:
"Schwarze Fliegen (Fruchtfliegen) aus der Zimmerpflanzenerde: Trauermücken"

Aus der Erde der Zimmerpflanzen kommen schwarze Tierchen welche den Fruchtfliegen sehr ähnlich sind. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?

Die Antwort von Meiers Gartenteam

Sie beschreiben das klassische Winterärgernis: Die Trauermücken. Diese treten meist dann auf, wenn Pflanzen frisch umgetopft oder von draussen hinein genommen wurden.

Warum hat es auch in frisch gekauften Erden schon Trauermücken?

Die Erdesäcke müssen Löcher haben, damit die abgepackte Erde „schnaufen“ kann und nicht schimmlig wird. Über diese obligaten Löcher kommen die Trauermücken nachträglich in die Sackerden.

Alle abgepackten Erden sind Mischungen aus verschiedenen Rohstoffen. Wichtige Torfersatzprodukte wie Kompost und biologische Grunddünger aus Hornprodukten locken die Trauermücken besonders an, weil sich deren Larven von organischem Material ernähren.

Weil niemand mit Gift verseuchte Erde verwenden möchte, können Erden auch bei sorgfältigster Produktion immer mit Trauermücken besiedelt sein. Vielfach erfolgt der Befall jedoch erst zu hause, wenn die Erdesäcke länger bei Wärmere gelagert bleiben.

Wie kann ich vorbeugen?

Die Trauermückenlarven können sich in trockener Umgebung nicht fortbewegen. Daher die Erdoberfläche von frisch umgetopften Pflanzen mit grobkörnigem Sand bedecken und die Erde möglichst trocken halten. Allerdings ist, um die Trauermücken vollständig abzuhalten, eine relativ dicke Sandschicht notwendig (min. 1cm), die zudem trocken bleiben muss.

Kleinere Mengen Erden können im Backofen bei ca. 75°C während 2 Stunden sterilisiert oder mit siedendem Wasser durch gegossen werden.

Einfacher ist es jedoch, anstatt klassischer Zimmerpflanzenerde ein mineralisches Pflanzgranulat zu verwendet, welches den Mücken keinen Entwicklungsraum bietet.

Was kann ich gegen Trauermücken machen?

Es braucht eine kombinierte Strategie. Einerseits müssen die Mücken mit gelben Klebefallen gefangen und andererseits die Larven in der Erde konsequent bekämpft werden.

Gegen die Larven wird dem Giesswasser ein Präparat auf Basis von speziellen Mikroorganismen, z. B. 'Solbac-Tabs' beigegeben. Eine zweite Behandlung ist nach 5 Tagen erforderlich und im gleichen Abstand erfolgen bei einem stärkeren Befall weitere Behandlungen. Es braucht jedoch Geduld: Die sichtbare Wirkung tritt jeweils erst 10-14 Tage nach der Erstbehandlung ein.

Als Alternative kann die Erdoberfläche mit dem natürliche Insektenpulver 'Ecostop' bestreut werden. Der Wirkstoff ist auf Basis von Algenskeletten und funktioniert als Kontaktmittel: Durch den Kontakt mit dem feinen Glaspulver entstehen beim Insekt kleine Verletzungen. Als Paralellwirkung wird den Insekten Feuchtigkeit entzogen. Die Trauermücken vertrocknen und sterben.

Trauermuecke-Trauermuecken-Larve-Schaedling

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Einsendung

November 2019

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